Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 5. August 1917, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1917-08-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-089F-9.
5/8 S. Aufgewacht in trübster Stimmung, zu früh; vor Verzweiflung geweint; O. kommt herein; wieder ein Versuch des Aussprechens der zu nichts führt.―
Mit Arthur Kfm. Spaziergang Hameau Dreimarkstein. Allerlei zu seiner Philosophie. („Es gibt keinen Tod; … es gibt nichts ,unerforschliches’“ ― wie leicht sind solche Sätze mißzuverstehn.) Als wir auf den Dreimarksteinwiesen lagen, Herr Anninger mit seinen Kindern; mit diesen heimwärts.―
Nm. an der Cas. Nov.― trotz heftiger Kopfschmerzen, oder im Garten gelegen. Einige Versuche zu einer Aussprache führten nicht weiter. Die Schwierigkeit liegt diesmal darin ― daß sie die Wahrheit des meisten was ich ihr sagte, fühlt und sichs selber nicht eingestehn will.
Albert, der in Budapest den Kramer spielte, auf der Durchreise hier; Nachtm. bei uns. Liesl fühlt sich zwar frischer, aber eigentlich soll es ihr nicht besser gehn. O. will auf „sehr lang“ zu ihr.―