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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 8. August 1917, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1917-08-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-08A2-4.

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Mittwoch, 8. 8. 1917

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Wiener Schnitzler
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Mittwoch, 8. August 1917

8/8 Im Volksth. bei Director Wallner; über Neuaufführung des Kakadu; über ev. Schritte wegen Censurverbotaufhebung Bernhardi etc.;― mit Dramaturgen Glücksmann über den abgelaufenen Prozess, in dem er als Zeuge gegen Wallner auftrat, über Krieg, Ungarn etc.;― Schauspieler Askonas schwärmte mir mit Thränen in den Augen von der Güte und Größe meines Bruders, der seine Frau operirt hat. (Die Aerzte im Sanatorium sagen: Wenn er hereintritt und einen Blick auf den Patienten wirft, so weiß er mehr, als die andern Professoren nach einem Consilium.)

Frau Bertha Sanét, unsre Bonne vor 50 Jahren ― die ich zuweilen unterstütze, nun über 70;― Elend; wie ich ihr zusage, ihr monatlich eine kleine Summe zu schicken, weint sie vor Glück: „Ich lebe so gern.“―

Nm. Cas. Nov.―

Mit O. und Heini zu Strasser (Pötzleinsdorf), dort mit Julius, Helene ― Karl genachtm.

Abends allerlei im Casanova gelesen, insbesondre den Abriss des Fürsten v. Ligne.―