Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 6. März 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-03-06.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0973-9.
6/3 Dictirt über „Kritik und Fälschung“, Briefe.
Nm. am Nachklang.―
Seit Tagen, wechselnd, insbesondre wegen Unannehmlichkeiten und nachträglichem Aerger über das letzte Concert, das keine Folge zu haben scheint ― O. in gereizt unzufrieden anklägerischer Stimmung, die die Atmosphäre des Hauses trübt. Heut endlich mild bitt ich sie sich auszusprechen. Sie spricht von ihrem „verfehlten Leben“; muß sich umbringen, wegen „Überfülle von Leben“ „hier ist kein Boden für sie“, „sie will fort, auswandern“. Ich gehe erbittert, vermeide auch wegen Aussichtslosigkeit weiteres Reden mit ihr.―