Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 13. April 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-04-13.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0999-E.
13/4 Vm. Richard, mit Dr. Schlichter, begegnet zum ersten Mal seit Bubis Erkrankung, der noch nicht ganz gesund.
Bei Speidel. Über die Briefe des Kaisers an Parma; Clemenceau Fälschungen;― Oesterreich und Deutschland.― Mit Elschen über ihre Secirthätigkeit.―
O. findet, ich solle sie bei der Hofr. „rehabilitiren“.― „Wie kann ichs ― der ich mit jedem Wort recht hatte.“ ―
Mit O. bei Julie W., die, in Abwesenheit Jacobs einen Abend gab, der ganz nett wurde.― Sirota ― Adler ― Saphir (Trio Tschaikowsky und Smetana);― Olga sang sehr gut, von Frau Werndorff schlecht begleitet; Frl. Annie Ernst trug vorzüglich, St. Grünewald eigne Balladen schlecht vor;― ich spielte zum Tanz auf; ganz am Schluss sang Frau Kuhn Brünnhilde.―
Felix Braun, nach München zu Müller;― Verlagsantrag,― dilatorisch.― Mit Lucka über seinen (schlechten) Roman „Brausen der Berge“.― Hr. Smekal (Red. des „Donauland“;― Kriegsarchiv; Erlebnisse in Udine;― Oesterreich-Deutschland ― immer dasselbe!―) ― Hr. Saphir (sein Bruder aus Kriegsgefangenschaft vor wenig Tagen zurück, erzählt ihm, wie viel ich in dieser tollen Zeit in Rußland gespielt wurde ― Reigen, Kakadu).
― Auf dem Heimweg klagte mir Frl. Rosar ihr Burgtheaterleid ― Da wir sie, Frl. Lucy v. Sonnenthal und Hansi begleiten mußten, erst 2 zu Hause.―