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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 28. Mai 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-05-28.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-09C6-B.

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Chronik

Dienstag, 28. 5. 1918

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Wiener Schnitzler
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Schnitzler, Arthur an Halberstaam, Lolly [Briefe]

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Dienstag, 28. Mai 1918

28/5 Vm. bei Gustav. (Aussichts- und Endlosigkeit des Krieges.― Der Mord im Bristol.― Nahrung und Preise.)

Bei Dr. Winter, Intendanz, auf sein Ersuchen. Möchte (die ihm noch unbekannte) Beatrice in der Burg, Première zu Kriegsfürsorgezwecken. Ich bin, da richtige Besetzung fehlt, vorläufig nicht dafür.― Wir einigen uns (unverbindlich) auf Leb. Std.― Er klagt über das Kesseltreiben gegen Millenkovich. Ich halte mit meiner Meinung nicht zurück.― Über ein ev. Engagement Moissi.― Ich frage ihn plötzlich: Warum werden Sie eigentlich nicht Intendant?― Er schüttet mir sein Herz aus.― Nicht übermäßig klug, etwas süßlich, aber nicht ohne Welt; und (was man schließlich immer als angenehm, ja fast als einen Vorzug der betreffenden Person empfindet) von wirklicher Sympathie und Respekt für mich.

― Nm. Correcturbogen der Cas. Nov.―

Gegen Abend Frau Marianne Wulf, in Engagementsnöthen ― Die einst sehr schöne Frau gealtert,― banal, langweilig ― Provinzsalondame. Was für traurige Lose! Wäre jedem das seine ganz bewußt!―