Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 31. Mai 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-05-31.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-09C9-8.
31/5 Vm. beim Zahnarzt.― Dictirt „Sohn“.―
Nm. brachte mir Richard Jaákobs Traum. Gespräch über seine Kinder mit heitern tiefen Anekdoten.
Zum Thee Vicki. Er wird Anfang Juli heiraten. Über Mimis „Vergangenheit“; seinen Mangel an Eifersucht; über Selbstbeherrschung u. ä.―
Großer Concerthaussaal „Rhythm. Gymnastik“ Schwestern Braun, mit Leo.―
Las dann noch Jaákobs Traum;― wurde mit Wehmut inne, wie viel mir bei der Vorlesung entgangen war. Ein edles hohes reines Werk ― wie es nur ein Mensch höchsten Ranges schreiben konnte, der nebstbei ― wieder ein Beweis seiner Außerordentlichkeit,― ohne im „wesentlichen“ ein „Dichter“ zu sein ― ein großer Dichter ist!―