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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 26. Juli 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-07-26.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A01-8.

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Chronik

Freitag, 26. 7. 1918

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Wiener Schnitzler
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Freitag, 26. Juli 1918

26/7 Mit O. und Kolap Hausvorräthe inspizirt u. dergl.―

Nm. „Nachklg.“.―

Spazierg. Begegne im Türkenschanzpark dem einäugigen Pianisten Lamberg; er klagt mir verzweifelt über sein Ohrenleiden (wie das meine).― Ihm ist außerdem noch passirt, daß ein oberflächlicher Augenarzt ihn durch 30 Jahre in der Angst erhielt, er werde auch das Augenlicht des einzigen Augs verlieren ― zwanzig Jahre lang las er nichts!― bis Prof. Sachs ihn von der Angst befreite und seine Beschwerden durch eine Brille behob.― Was für eine Strafe verdient der erste Arzt?―

N. d. N. Herr Frau Anninger bei mir auf der Terrasse. Blick in die Zukunft. Revolution ― Pogrom ― Ruin ― angenehme Erwartungen. Man glaubts eben doch nicht.