Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 9. August 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-08-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A0F-A.
9/8 Heinis 16. Geburtstag, den er in Altaussee bei Onkel Hajek feiert.
― Ital. Flieger über Wien, was ich anfangs für ein albernes Gerücht halte (die Köchin bringt es ―) bis es Julius tel. bestätigt.
Kolap ― Dienstbotensorgen;― Aussichten für den nächsten Winter!― Dict. „Sohn“.
Nm. am „Nachklang“.―
Mit Leo spazieren, der dann bei mir nachtm.― U. a., von der Abelrede, Antisemitism, F. S.s Verhalten ausgehend über „Bernhardi“ ―; neulich wieder, wie schon vor 6 Jahren nach meiner Vorlesung, äußert sich F. S. indignirt darüber, daß ich als Jude ein kath. Sacrament „angreife“. Welche Fälschung ― welche ― nur halb unbewußte Verlogenheit!― Dass ich diesen seinen Standpunkt nachträglich für mein Stück noch verwendet habe, ahnt er nicht ― da er es ja natürlich nicht las.―