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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 16. September 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-09-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A35-E.

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Chronik

Montag, 16. 9. 1918

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Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
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Montag, 16. September 1918

16/9 Kolap erzählt allerlei von Julie, die aus Aussee wieder zurück;― u. a. auch, daß Andrian und Michel mich so besonders ins Herz geschlossen haben.― Sich durch Sympathie von Verpflichtungen loskaufen, ist auch ein Zug von Seelenoekonomie.

― Nm. am „Weiher“.―

Mit O. bei der Hofr.― Sie war 4 Monate Schweiz. Politisches. Amerikanische Propaganda. Deutschenhaß.― Hoffnungslosigkeit.― Von Unruh. Persönliches. Seine bevorstehende Heirat mit der geschiedenen Gräfin P.― Frau E.― Über die neue Burgth.-Direction;― Besuche Andrians bei der Hofr.;― seine Unschlüssigkeiten. Hofr. glaubt an keine lange Dauer des Regimes;― hälts für möglich daß Andrian in einigen Jahren Minister des Äußern wird,― hat jetzt (ausbedungen) viel Gelegenheit mit dem Kaiser persönlich zu verkehren ―,― Bahr ev. Ministerpraesident ― Warum nicht?― Wir leben ja in Oesterreich.― Die Familie Z.Otto und Gr. G.;― Maltschi und E.;― die aus der Kunstgewerbeschule eliminirte Nora;― und die hübsche jüngste, von der ihr Vater sagt: Die steckt uns alle in den Sack: die heiratet einen reichen Mann und betrügt ihn sechs Wochen nach der Hochzeit;― und Vicki;― der mit seiner Frau im Elternhaus lebt;― und Mimi ― sagt O. in ehrlicher Entrüstung, schlaft mit dem Buben in einem Zimmer.―