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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 11. November 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-11-11.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A6D-0.

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Chronik

Montag, 11. 11. 1918

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Wiener Schnitzler
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Montag, 11. November 1918

11/11 Abdankung des Kaisers. Hohenzollern und Habsburg innerhalb drei Tagen.― Die furchtbar-unsinnigen Waffenstillstandsbedingungen der Entente an Deutschland. Sie überspannen den Bogen. Angeblich schon Verbrüderung der Arbeiter- und Soldatenräte an den feindl. Fronten.― Zugleich mit der Nachr. von der Abdankung des Kaisers ― die vom Tode Victor Adlers. Gott:― Nein. Sudermann.―

Mit O. Nm. Spaziergang. Vorbei an den Türkenschanz-Baracken. Bewegung, Autos, zusammenstehende Offiziere. Wir erfahren später, von Hugo Schmidl, es sei die Escorte, den Kaiser in Sicherheit zu bringen (wohin?) ― Beunruhigendes über das Anwachsen der „rothen Garde“. Warum wählen sie diesen Namen? Als wenn der Polizeipraesident das Pseudonym Grasl annähme.―

Nm. Briefe (Buchstabe G).

Dr. Geyer, kommt nochmals wegen „Reigen“ Aufführung N. W. B. mit „glänzenden Bedingungen“. Nein.

Las in Beethoven Briefen, Goethe (an Frau Stein) Briefen, Briefw. Nicolai ― Gebler; in Hamsuns wundervollem „Segen der Erde“.―

Spät Abend Gerücht von Clemenceaus Fall, Poincarés Flucht. Weltrevolution!―