Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 17. Jänner 1919, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1919-01-17.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0AB0-2.
17/1 Olgas 37. Geburtstag. Ich schenkte ihr Azaleenstrauch, Bücher, Süßigkeiten, Geld.―
Dictirt, allerlei.―
Gisa, Helene; später Salten mit Frau und Sohn gratuliren. Er brachte Fasanen von der Jagd. Gespräch über die gestrige Ermordung Liebknechts und der Luxemburg; Bolschewismus, Gefahren, Verwirrungen, Verlogenheiten. Die bolsch. Armee an der Ostgrenze.
Zum Thee Gerty v. Landesberger.―
Jacob kam; mit Ideen zu Gründung einer Revue; und schlechtem Gewissen; Hugo ist ihm behilflich, überdies aspirirt er auf die neu zu creirende Kunstamtsstelle ― „rührend“ sagt Jacob; eher „rührig“ erwidre ich.―
Ob ich für seine Revue etwa eine Novelle hätte? Augenblicklich nicht.― Sehr ärgerlich über die Blättergründung seiner Frau ― die Theater- und Kinowoche;― ich beruhige ihn mit dem hoffentlich günstigen materiellen Erfolg.―
Auch Hans und Karl kamen, und so war der ganze Nachmittag verplaudert.