Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 10. Februar 1919, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1919-02-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0AC8-8.
10/2 Dictirt Briefe (an jenes Comité Stein etc.), (an Matras), Autobiogr.―
Nm. las ich die eben abgeschriebnen Kerr-Briefe durch.―
Zum Thee Gerty.
Nach langer Pause den „Weiher“ wieder vorgenommen; Hoffnungen.
Las Rudi Olden’s Arbeiten ― eine sog. Komoedie;― eine sog. Novelle; ein paar eben mögliche Feuilletons. Producte eines leidlich klugen Dilettanten, einigermaßen versnobt, und affectirt;― ohne Spur dichterischer ja kaum schriftstellerischer Begabung. Und darauf will ― und wird so ein Mensch vielleicht seine „Existenz“ gründen ― d. h. Journalist,― vor allem natürlich Kritiker werden!
Las ferner restliches von Camillo Smetana. Sowas hält sich auch für einen Dichter, weil er ein paar vage „poetische“ Stimmungen mit Worten … festzuhalten versucht … Worte?― Festhalten?!― Bildet sich ernstlich ein, von dergleichen ― leben zu können!―