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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 15. Februar 1920, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1920-02-15.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0C39-8.

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Chronik

Sonntag, 15. 2. 1920

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Sonntag, 15. Februar 1920

15/2 Vm. nach kurzem Spaziergang daheim am Med. Film;― O. kam herein, klagt über ihr schlechtes Befinden ― Nerven ― Haushaltung etc… „zermürbt …“. Ich (ruhig:) Es wäre sehr schlimm ― wenn wir dazu noch materielle Sorgen hätten ― in dem Sinn daß ich die ungezählten Hunderter und Tausender nicht doch immer wieder zur Hand hätte ―; ― dann war es wieder das kalte Stiegenhaus, das ihr das Leben verleidete ― „noch einen Winter mach ich das nicht mit …“ ―

Lili las uns dann ein ganz nettes Märchen vor, von sprechenden Briefen, das sie gemacht;― so fand man einander in einem gemeinsamen Elternlächeln auf ein paar Minuten.―

Zu Tisch Oskar Fried und Leo Vanjung; nachher auch Arthur Kfm. und Grosz;― später dirigirte Fried ein paar Theile „Lied von der Erde“, die Gr. spielte.― Klavier neulich neu beledert.

Heini und ich im Conc. Serkin. Mit Frau Schmutzer und Marie heim.―