Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 7. Juni 1920, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1920-06-07.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0CAA-8.
7/6 Las früh zu Ende, was ich gestern Abends zu lesen begonnen: Unruhs Komoedie Platz (die in Frankfurt sehr erfolgreich war). Ein paar Stellen von hoher poetischer Schönheit (lyr.) seien zugegeben. Im übrigen das ganze verworren, widerwärtig, großsprecherisch,― und eigentlich nur zu erklären aus einem krankhaften Geisteszustand. Machte mich ganz traurig ― über Unruh und meine Beziehung zu ihm weit hinaus.―
Dictirt ― (autob.).
Kapellm. Alwin holt sich die Mscrpt. seines Bruders (nicht unbegabte Skizzen). Über Schönberg u. a.― Ein ruhiger trivialer Musikant. (Nicht Schönb., sondern Alwin.)
― Nm. am „Ruf“.―
Michel;― mit ihm über die von mir projectirten Ruf-Aenderungen.
Z. N. Stross, der sich, nicht gerade klüger, aber geistig vornehmer gibt als er ist.―