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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 21. Jänner 1921, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1921-01-21.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0D8E-7.

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Chronik

Freitag, 21. 1. 1921

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Freitag, 21. Jänner 1921

21/1 Probe.―

Nm. Dr. Ergas; beziehen in Florenz ein neues Haus.

Zu Frau V. L.― Sie räth Entscheidung nicht forciren; hat aber den Eindruck, daß O. fort gehn wird und hofft, daß es zu meinem besten sein wird. Wieder arbeiten … für Menschen wie mich sei das Leben „nie vorbei“,― und anderer gutgemeinter Hutschmuck.― Sie sprach von ihrem eignen unglücklichen Leben.―

O. war bei Gisa gewesen; trat mit den Worten in mein Zimmer „Hast du dich sehr über mich beklagt?“ ― Ich fragte nach dem Gespräch mit Gisa. O. erklärt sich „enttäuscht“ … Gisa hatte gefunden, es müsse zu einer Entscheidung kommen, ― im übrigen ― sie hatten geredet, wie von verschiedenen Sternen aus … Ich: Wieso Enttäuschung? … Dies ist unser aller Meinung, auch von V. L.: … Entscheidung unerlässlich … Sie: Sie ist schon gefallen;― ich bleibe nicht … Ich: „Es war abgemacht, daß du die nächste Zeit in München dich sammeln solltest, ohne von irgend einer Seite beeinflußt zu werden!―“ „Was hälfe es? … Auch wenn ich bliebe ― ? Ewiger Vorwurf von dir ― Deine Frau doch nie wieder … dir kann ich nicht helfen … dort eine Mission …“ „Also dann zu ihm …“ „Nein,― nur allein sein; frei sein. Und mit dir ein menschliches Verhältnis aufrecht erhalten … U. s. w.“

Wieder versucht sie dann das Problem zu verschieben, indem sie findet, daß ich sie auch ohne Grund Jahre lang gequält … Wir scheiden bitter.―