Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 7. Februar 1921, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1921-02-07.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0D9F-4.
7/2 Dictirt Briefe ― Kolap zu Tisch.
Zum Thee Syndicus Dr. Gronemann Berlin, hatte mir seinen Judenroman Tohuwabohu gesandt; führt meinen Reigen Prozess (Beschlagnahme). Sehr zionistisch eingestellt; klug und guten Willens.―
Else Speidel; spricht sich über ihre „Anfälle“ aus (petit mal, mit kleinen sinnlosen Diebstählen, in der Burg, was ihr das Engagement kostete. Prozess um die Pension).―
― Lili beginnt ein Büchlein, überschreibt es „Gedanken“. Sie schreibt über Christentum, etwas katholisch gerichtet, von May beeinflußt; von irdischem Leben als Vorbereitung, u. dergl.;― ich kläre sie ein wenig auf, zuerst weint sie ein bischen, fasst aber bald auf, unterhält sich dann noch lang mit mir über „Religion“.
― Las Erzählungen von Tagore, die mir keinen sehr starken Eindruck machten.―