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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 9. Oktober 1921, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1921-10-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0E93-F.

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Chronik

Sonntag, 9. 10. 1921

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Hedy Kempny an Arthur Schnitzler, 9.10.1921

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

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Sonntag, 9. Oktober 1921

9/10 S. Warmer Herbsttag; spazieren Sievring ― Dreimarkstein ― Pötzleinsdorf (Leo Feld und F. Braun),― nach Haus.

O. war eben fortgegangen. Hans Jacob zu Tisch, von Wien entzückt.―

Der Spaziergang in tiefer Erbitterung gegen O.

Nm., sozusagen um des Romans willen, las ich einzelne alte Briefe von M. G. und Tagebücher 89, 90, 91 … Schauer der Vergangenheit, die sich mit den Schauern der Gegenwart schwermütig mischten.― Ferne jener Tage und Nähe zugleich.― Salzburg … Schicksalstadt … Während des Lesens … Sehnsucht nach der Olga von einst, unsägliche Einsamkeit … Leises Gefühl, als wär ich jetzt doch zu hart gegen sie … Oder gegen mich ―?― Ihre Anwesenheit in Wien hat mich nur gestört, fast verstört,― und doch, daß sie morgen wieder abreist, … „die Heimatlose“ … schmerzt mich irgendwo in meiner allzu labyrinthigen Seele.