Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 5. Jänner 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-01-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0EEB-D.
5/1 Immer übler die Morgenstunden; durchgewühlt und hoffnungslos …
In der Schule von Lili; von Gerda die Aufgaben etc.―
Dictirt Briefe, Aphoristisches.
Nm. am Verführer.―
Zum Thee Werfel; brachte mir „Bocksgesang“ (das ich schon gelesen). Sagte ihm einiges darüber und zugleich über die „Sünden wider den heiligen Geist des Dramas“ im allgemeinen (Ruf,― Charolais ― Ringelspiel ―). Wir sprachen über lyrische, epische, dramatische Kunst- und Lebensform; es war ein wohlthuendes Niveau.―
In ein Kino.―
Telegr. Heini; morgen Ankunft der Kinder. In die Freude ― ein heftiger Schmerz, daß nun O. wieder alleinbleibt. Ahnt sie es auch nur?― Ahnt sie wie ich unter ihrem Schicksal, ihrem Leid ― wahrscheinlich tiefer leide, als sie selbst?―