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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 19. März 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-03-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0F34-A.

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Chronik

Sonntag, 19. 3. 1922

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Sonntag, 19. März 1922

19/3 S. Mit H. K. von Gersthof DornbachGalitzinbergLiebhartsthal.― Freitag fährt sie nach Bologna;― zu Walter; ich hatte den netten Brief mit, in dem er mich so dringend bittet, mitzukommen; wir lasen ihn auf einer besonnten Bank.― Sie machte die Bemerkung, daß ich in der dritten Stunde unsres Spaziergangs immer lebhafter und frischer würde, und das brachte mich auf den Rhythmus meines Lebens im großen und einzelnen: Etwas Scheu, Mißtrauen, Mattigkeit im Anfang; dann aufwärts weisende Tendenz; gelegentliche Fähigkeit das beste zu geben, wenn man Müdigkeit voraussetzen sollte ― gegen Schluss (wie auch oft anfangs) Ungeduld.

Nm. am Verführer.

Mit Lili und Frau Dr. Menczel Favoriten Wanderbühne; Heini spielte in Lottchens Geburtstage von Thoma, den Docent Alten (oder so), in Benedix „Zärtliche Verwandte“ den Schummrich; ganz leidlich in einer recht miserabeln Vorstellung. Die beiden Stücke, in einem Zwischenraum von etwa 40 Jahren gedichtet, können als Schulbeispiele für die Rohheit und Geschmacklosigkeit des deutschen Normallustspiels gelten.―