Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 31. März 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-03-31.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0F40-C.
31/3 Vm. Frau Kriger, der ich allerlei ziemlich übles über ihr „Mysterium Filia lacrimarum“ sagte;― wie ich die Tendenz zu Unklarheit, Unbewußtheit und Unverantwortlichkeit mit wachsendem Widerwillen betrachte, die das Charakteristikon unsrer Kunst und auch ein wenig unsrer Wissenschaft ist.― Frau Kr. selbst das übliche Judenmädl, klug, halbgebildet, natürlich schon geschieden;― auch begabt, jetzt Anthroposophin; offenbar in recht schlechten Verhältnissen.
― Dict. „Verf.“. 2. Sc. 2. Akt.―
Abds. Bth. bei Paulsen, der Regie Med. führen soll. Sein übles Verhältnis zu Wildgans, den er nicht mehr grüßt. Allerlei Cliquenwesen und Unaufrichtigkeiten. Besetzungsfragen. Die Schauspieler, die heute in den Stücken lieber nicht „drin“ sein wollen.
Neunte Beethoven Furtwängler.