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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 2. Juli 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-07-02.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0F9D-4.

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Chronik

Sonntag, 2. 7. 1922

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Sonntag, 2. Juli 1922

2/7 S.― Gestern das Reigenbuch ausgelesen. Ein Document.

― Spaziere Michaelerberg. Im Nachhauseweg wie öfters Siegfried Löwy und Verleger Weinberger.

Nm. am „Verf.“;― hatte öfters die Empfindung, als wärs completer Unsinn. Der schöne Sommernachmittag, die bevorstehende Abreise der Kinder, wirkte deprimirend;― wendete ich meine Gedanken nicht bewußt auf etwas bestimmtes, Arbeit etc.;― so wär es eine Mühe, die Thränen zurückzuhalten. ― Es ist wieder wie die Aura eines Anfalls,― dem jetzt das Object fehlt ― oder vielmehr dessen Object in der Ferne …― Dazu kommen leichte Augenschmerzen.―

― Mit der Stadtbahn (Tram Strike) zur Westbahn (Wucki und Reiterlein mit); Heini bewährte sich als tüchtiger Reisemarschall;― Abreise der Kinder.