Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 28. August 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-08-28.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0FD6-3.
28/8 Vertrödelter Vormittag; spätes Aufstehen der Neuangekommenen, Meldungen;― dann Spazierg. um Berchtesgaden (Doctorberg, Lockstein).― Hotel, Conditorei.―
Gegen Abend Königsseestraße gegen Schönau. „Conflict“ der Kinder P. mit Mutter; Unterredungen O.s mit allen dreien einzeln.― ― Ich meist mit Lili, die mir erzählt was sie thäte wenn sie reich wäre. Reisen ― aber lieber allein;― nicht mit einem Gatten,― man könnte sich gerade in Italien in jemanden verlieben und da wäre er eifersüchtig.― Dann: mit manchen Leuten könne sie gut reden, mit andern gut correspondiren;― mir könne sie z. B. nicht schreiben, aber mit niemandem rede sie besser (was mir natürlich sehr schmeichelte).―
Nachtm. im freien Hotel Watzmann.―