13/10 Traum: im Zimmer neben mir (früher O.s, jetzt Lilis, gerade in den letzten Tagen durch Arrangement und Herbeistellung von Möbeln für sie ganz wohnlich gemacht ― (von Wucki),― was mich ein wenig schmerzlich berührte ―) V. L., in Frisirmantel, wird frisirt, sie sagt mir vor der Friseurin „du“ was mich Wunder nimmt ― später eine leidenschaftlich zärtliche Scene (oft wiederholter Traum mit wechselndem Object).
― Quarzbehdlg.―
Burgth. General Pr. Charolais. Die ersten 3 Akte wirkten sehr stark auf mich; gegen die zwei letzten erhoben sich die alten Einwendungen.― Paulsen hat seine Demission gegeben. Mit Alex. Newman“ in s. Auto heim.
― Abd. Rmdth. mit V. L. „Traumspiel“. Heini spielte den Dekan der theol. Fac. (kleine Rolle, sprach gut).― Ich hörte, woran ich mich fast gewöhnt, so gut wie nichts. Wir fuhren Heini, ich, V. L. zusammen fort.
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Aufführung von Ein Traumspiel, 13.10.1922
Generalprobe von Der Graf von Charolais, 13.10.1922
Samuel Fischer, Leo Greiner an Arthur Schnitzler, 1922-10-13
Traum vom 13. Oktober 1922
Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)