Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 5. November 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-11-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-101B-4.
5/11 ― weiter gereist; kaum geschlafen; Lundenburg ½5, mein Gepäck nicht da,― muß wegen Revis. etc. bis ½10 auf den Pers. Zug warten; in dem schmierigen Restaurant; lese Groddecks von Freud übersandten psychoan. Roman. Im Zug nach Wien Herr Holländer (stellen uns vor) mit Schwester, junger Musikwissenschaft-Studiosus.
Ankunft Wien.― Froh wieder bei den Kindern zu sein. Heini’s Filmbilder (Freund des Medardus).
― Das Zimmer Lilis ― einst Olgas,― sehr hübsch,― und doch, wie weh ist mir ― immer wenn ich so „zurückkomme“ … Daß Lili von diesem Zimmer so unumschränkt Besitz ergriffen, ist in mehr als einer Hinsicht bedeutungsvoll … Nun erwartet sie ihre Freundinnen;― Heini ist zu Besuch gegangen;― ich halte mich allein und melde mich heute nirgendwo;― da jedes Zusammensein etwas halbes wäre,― nebstbei müde von der durchwachten Reisenacht.
Den Nachmittag mit Durchsicht der Correspondenz verbracht; Zeitungen etc.―