Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 17. November 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-11-17.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1027-6.
17/11 Vm. im Burgth., bei Paulsen. Er will durchaus die Beatrice ― ich willige vor möglicher Besetzung nicht ein.
― Las in einem neuen Buch „Juden in der dtsch. Lit.“ das Capitel von W. Mann über mich ― ; klug, wohlwollend,― auch in die Tiefe gehend;― und doch, wie einseitig ― an so und soviel absichtlich-unabsichtlich vorbeisehend.―
Prof. Yamagishi schickt mir seinen 2. Band mod. Literaturgeschichte (Neuklassizismus etc.) mit einem langen Capitel über mich. Seltsam berühren die Eigen- und Begriffsnamen innerhalb einer so fremden Zeichenwelt.―
Mit Heini ein Orchesterwerk von Suk „Sommernacht“.
― Bei H. K. ― die eben von einer Vorlesung über französ. Zeichner kam.―
Z. N. bei Schmutzers; ihr Vater der alte Schnabel der eben seine zweite Frau verloren und Eisler-Terramare copirt, wie der beim Begräbnis sich überaus katholisch geberdet. Nachher auch Saltens und Strakosch’. S. für eine jüd.-deutsche Universität ― und gegenüber meinen Bedenken gleich sehr empfindlich.―