Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 15. Mai 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-05-15.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-10DA-C.

Download

Chronik

Dienstag, 15. 5. 1923

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)

Komödie der Worte, Manuskript, 15.05.1923

Publikation in Vorbereitung

Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Hedy Kempny, 15.5.1923

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Dienstag, 15. Mai 1923

15/5 Kopenhagen. Mein 61. Geburtstag.― ― Viel Blumen;― von Frau Gen.-Consul Glad; von Behrens, von Soph. Michaelis (im Namen des Schriftstellervereins;― auch einige seiner Bücher) von der kleinen Kalckar; Dir. Moritz, Viggo Petersen, von A. Goll, Verbrecher bei Shakespeare, etc.―

Zu Tisch bei Hammerich, wo Prof. X, Prof. Ihle (?).― (Dieser Gymn.prof. für Deutsch ― liest mit seinen Octavanern Ltnt. Gustl.) ―

Mit Frau H. und Ihle nach Roskilde (wo Frau H. geboren). In den Laden zu ihrem Bruder; Buchhändler Flensborg.― Den Dom besichtigt … Ein Roskilder Journalist erscheint in der Kirche und will mich interviewen. Da ich verweigere, sitzt er düster in einer Kirchenbank.―

Besuche in einem seltsamen klosterartigen Haus meine Übersetzerin Marie Bisgaard. Eben eine schwere Influenza überstanden, gichtisch verkrümmte Hände;― fast erschütternd anzusehn;― auch ihre Freude über meinen kurzen Besuch. Ihre Wirtschafterin.―

― Zurück Kopenh.Hammerichs und Kalckar holen mich. Kgl. Theater. Im Parket zwischen Frau H. und Nina Kalckar. Sophus Michaelis; unsre gegenseitige Sympathie.― Man gab die „große Scene“; mit einem guten aber nicht fascinirenden Herbot (Liebmann); ungekürzt. Am Schluß Ovation; ich dankte von meinem Sitz aus. Bühne. Der Intendant Graf Brockenhuus … sprach mit Liebmann und dem trefflichen Falk Neiiendam, den ich, wie er mich erinnerte am Sterbebett Kainzens getroffen.―

Frau Jörgen-Jensen,― die Primaballerina (mit einem durch Sturz entstellten Gesicht) ― (hatte mir Blumen geschickt) ― spielte dann in Napoli, einem alten dummen Ballet.

Im Phönix genachtm. mit Hammerichs und dem übrigen Vorstand, und Sophus Michaelis und Kalckar.