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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 27. Mai 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-05-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-10E6-E.

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Chronik

Sonntag, 27. 5. 1923

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Wiener Schnitzler
Traumtagebuch

Traum vom 27. Mai 1923

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

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Sonntag, 27. Mai 1923

27/5 Im Schlafwagen Traum: Vorlesung in Daenemark; ich lese Hirtenflöte vor,― merke man hat mir den Anfang gestrichen; ich überlege, wie ichs nun mit dem Schluß machen soll;― neben mir reden laut Klenau mit noch jemandem,― ich ergreife die günstige Gelegenheit und erkläre, daß ich die Vorlesung abbreche. Auch Sophus Michaelis ist im Traum (dessen Novellensammlung ich eben zu lesen angefangen).― Lese im Coupé Verführer; Notizen dazu.

Ankunft Wien 3 Uhr Nm. Heim. Die Kinder sehr gut aussehend. Heinis Erfolge in „Juden“ und Borkman. Unter den vielen Briefen die Antwort der Steuer, die auf einer Valutenkursberechnung von Ende 21 beruht. Sehe neuen Aerger voraus.― Die Verstimmung hält sich nicht lang. Sonderbar, daß ich bei der Rückkehr von einer Reise das Fehlen Olgas schmerzlicher als sonst empfinde;― bis zu Wittwermelancholie.―

― Die Briefe durchgesehn; und Notizen.