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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 10. Juli 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-07-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1112-C.

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Chronik

Dienstag, 10. 7. 1923

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Dienstag, 10. Juli 1923

10/7 Die Erwerbsteuer schickt einen ungeheuerlichen Vorauszahlungsauftrag für 23. (9 Mill.) Neuer Aerger und Zeitverlust.

Dictirt Briefe.

Nm. am „Verf.“.―

Frau Karen Stampe-Bendix aus Kopenhagen, schreibt mir schon seit einem Jahr;― in K. verbarg sie sich irgendwie, nicht uninteressant, sehr beweglichen Geists, sucherisch, etwas hysterisch; hat Bilder ihres Vaters (Componist, jüd. Familie), ihrer Mutter (daen. Adel) mit, ihrer sechzehnj. Tochter, die in Berlin lebt; Erbschaftsgeschichte; die eifersüchtige Stiefmutter; daen. Kinderhilfe (die sie inaugurirt hat); ist jetzt ohne Geld, will mit der Laute in Südtirol, dann in Afrika umherziehen, so ihr Fortkommen finden, gesteht aber es sei eigentlich ein lavirter Selbstmordversuch. Sie bleibt etwas zu lang und hat mir noch viel zu erzählen, oder Lieder ihres Vaters vorzusingen.―

Bei Cl. P. soupirt und viel Clavier gespielt.―