Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 4. Jänner 1924, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1924-01-04.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-11C3-4.
4/1 Früh zu Dr. Hornegg, von wo ich mir Lilis Zopf holte. Die Indicien dafür, dass Lili selbst die „Thäterin“ war, sind in seinem Munde zwingend;― dagegen spricht die besondre Naivetät der Ausführung, wenn sie’s gethan. Zu erklären psychologisch nur als isolirte Zwangsvorstellung; denn weder an ihrer Intelligenz, noch an ihrer vollkommenen Aufrichtigkeit (bisher) ist ein Zweifel denkbar. Immerhin erregt mich die Sache sehr.
Burg General Probe Davis „Katakomben“; wegen Thaller (Debut) … Fast unerträglich ― ―
Ein Abendgespräch mit Heini von vorgestern nachzutragen, über Lili, in dessen Verlauf wir zum ersten Mal ausführlicher über O.’s Wesen sprachen.
Nm. mit Lili Gespräch; sie blieb bei ihren Betheuerungen.
Mit C. P. Fliegerkino.― („Ehre deine Mutter“.)
Lili kam aus „Julius Caesar“; sie bleibt bei ihren Angaben. „Wie kannst du nur glauben.―“
Lese das Wittelsbuch über Freud zu Ende.