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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 1. Mai 1924, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1924-05-01.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1239-0.

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Chronik

Donnerstag, 1. 5. 1924

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)

Spiel im Morgengrauen, Typoskript

Publikation in Vorbereitung

Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Schnitzler – S. Fischer
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A171

Datumsangabe auf Blatt von Spiel im Morgengrauen. Novelle

Traumtagebuch

Traum vom 1. Mai 1924

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

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Donnerstag, 1. Mai 1924

1/5 Träumte von einer Reise, mit O.; an einem wundervollen Gebäude vorbei, das ich erst von der Seite als Kirche erkannte. Ich sagte, zu O.: Nur Architektonik ergreift mich zu Thränen, und so wars auch beinah. Nicht wahr, fragt ich, das nennt man „gothisches Barock“ (was sie bestätigte). ― Dann saß ich in einem Zug, unter französischen Soldaten, oder selbst franz. Soldat, um einzurücken oder so ähnlich, an einer Station geschah irgend was, auf mein Schicksal bezügliches, alles unklar.―

Wind, Sonne, Regen ― muß wieder heizen.

Dictirt („Else“ neu begonnen; Bezahlt).―

Nm. an aphoristischem.―

Frau Karen Stampe-Bendix; von ihrer Reise Rom, Neapel, Tunis; liest mir eine harmlose kleine Skizze vor; erzählt von ihrem Familienzwist; langweilig.

Dir. Herterich; Besetzungsfragen und andre, Beatrice; Verführer. Er nachtmahlt bei uns.

Um Mitternacht ruft mich Dora aus Berlin an, und meldet mir Erfolg von Kom. der Worte (Bassermann; besonders „Große Scene“).―

Begann an „Beatrice“ zu streichen. Wie fern liegt mir diese Renaissanceluft. Bleiben wird die Gestalt der Beatrice (― vielleicht), und diese Gestalt zwischen Herzog und Dichter. Spüre allerlei Epigonentum Dilettanterei und „Bildungskunst“ in dem Stück neben hohen dichterischen Qualitäten.