Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 16. Juni 1924, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1924-06-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1267-C.
16/6 Traum, es sei Krieg; irgendwie die Frauen betheiligt, auch meine, die übrigens niemandem gleich sieht, ein schwarzes kleines Wesen;― Gefahr, die Stadt belagert, ich, auf dem Bett sitzend, mühe mich vergeblich, meine Toilette zu beenden, mich an der Flucht zu betheiligen; es gibt für die Frauen keine Rettung;― höre irgend ein Heulen (mein Ohrengeräusch),― leere, aber irgendwie fluchtschwangre Straßen, all dies ganz vag, erwache schreiend.
Dict. Bezahlt vorläufig zu Ende;― und tabellarisches.
Nachm. ziemlich vertrödelt ―
C. P., nachtmahlt (zum ersten Mal) bei mir. Anfangs Steifigkeit der Kinder und Befangenheit ihrerseits; nachher wurde es gemütlicher; Heini spielt Ravel, Strauss (Richard) und Korngold.―
― Las gestern den Einakter Cl. P.; der immerhin bis auf den Schluss möglich ist.― Sie bringt wieder einige Gedichtübersetzungen aus Toi et moi (Géraldy).―