Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 15. Oktober 1924, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1924-10-15.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-12E0-2.
15/10 Traum gestern: dass (Cottagegasse) ein Haus für mich gebaut wird; meins hab ich verkauft; eigentlich seh ich nur den eingeplankten Bauplatz;― viel zu klein, wie ein Sarg, denk ich;― neben mir, für Richard, ein nur wenig größrer ―; ich frage mich ― wohin die Bibliothek ― ? und überlege, wie ich das frühere Haus zurückkaufen könnte.
Besorgungen in der Stadt.
Nm. Briefe.― O. packt oben …
Gemeins. Nachtm.―
Ich fahre mit O. auf die Bahn. Sie ist innerlich feindselig, bei harmlosem Gespräch. Ihre Empfindung: Wie gemein, dass er mich wieder von Lili trennt …― Auf der Bahn zufällig Speidels die Elly Petersen ― (Hirschfeld) auf die Bahn bringen (waren gestern bei mir).― Abschied mehr höflich als warm.―
Mit Speidels heim.―
Empfindung zu Hause zwiespältig … Gut, dass sie wieder fort. Und … Wie schmerzlich, dass sie wieder fort ist.―
Telef. mit C. P., die unerträglich, worauf ich abläute.
Am Nachm. war Frl. Küchler wegen franz. Lect. dagewesen;― Tochter des Prof. K., bei dem O. neulich war;― Trutscherl, nein. Indess auch Dora, die, offenbar von O.s Wesen tief aegrirt, gleich ging.