Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 9. Jänner 1925, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1925-01-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1336-2.
9/1 Mit Lili 8 Stuttgart. Bahnhof Walter Guttmann (Buchhdlg. Paul Neff). Hotel Marquardt, wo er mit uns speist. Nm. Bummel; in seine Buchhandlung, wo Lili noch eine Weile bleibt.― Zu Hause einiges durchgelesen.
Hr. Guttm. holt uns zur Vorlesung. Überfüllter schlechter Saal ― Ich lese „dreifache Warnung“, Leisenbohg; nach Pause (zum ersten Mal) „Große Scene“ alles leidlich, aber nicht mehr.― (Lili hört mich zum ersten Mal.)
Nachher „zwangloses Nachtmahl“, etwa 25 Personen, Bruno Wille und Frau, der Bürgermeister, Dr. Keyssner (?) („Falke“), und andre;― der frühere Cultusminister Heymann; ― es war überflüssig und langweilig. Vor 12 mit Lili nach Hause.