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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 3. Oktober 1926, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1926-10-03.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-15AD-A.

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Chronik

Sonntag, 3. 10. 1926

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Sonntag, 3. Oktober 1926

3/10 S.― Frau Dr. M. erhält Brief von O.: sie ist über meinen Brief, in dem ich meine Unruhe nicht verhehle, offenbar erbittert: warum ich ihr und Lili nicht vertraue;― ich laste ihr „fast drohend“ Verantwortung auf; kommt 8. oder 10. mit Lili, die sie jetzt nicht allein lassen könne (als hätte sie sie gegen mich zu schützen!);― kurz ― nun entwickelt sie auch an dieser Sache alle die störenden und zerstörenden Seiten ihres Wesens.―

Eröffnungsitzung des Paneur. Congresses;― nach der 20. Rede ungefähr floh ich;― mit Frau Dr. M.; schöner Herbsttag, über den Ring. Frau Dr. M. nicht minder erbittert von dem Brief O.s als ich.―

Fand zu Haus einen Brief O.s, im selben Ton, wie an Frau M.; nur etwas vorsichtiger abgefasst.

Nachm. kam Frau Dr. M.;― ich möge vorläufig nicht an O. schreiben; um die Sache (O. und Lilis Kommen) nicht weiter zu verzögern.

― An der Bdn. Nov.― Am Diagramm.

Bei Richard. (Trübe Stimmung, besonders wegen Gabriels Abreise nach Amerika.)