Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 10. November 1926, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1926-11-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-15D3-E.
10/11 Vm. bei C. P.―
Dann mit Lili Gumpendorferstr. „Listo“ ― wegen ev. Filmaufnahme von ihr. Dr. Müller;― Operateur Wagner;― natürlich kam nichts zu Stande, da gerade heute 1–2 Atelier nicht frei war. Das alte Hinterhaus, die Decorationskammern, Kinodecoration.―
Nm. an „Therese“.―
Abds. bei Lichtenstern’s.― Annie K.;― allzu montirt und unsicher.―
Später mit V. L., die bettlägerig, allein.― Ihr Gespräch mit O.; der sie scheints, allerlei aufrichtig gesagt. In jedem Fall ging aus dem, was ich daraus erfuhr, der hoffnungslose Einsichtsmangel O.s zur Evidenz hervor ― ihre Empörung über C. P. ― (z. B. ― dass ich gestern gesagt: heute sei ich abends nicht frei ― sie ahnte nicht, dass ich heute nicht bei C. sei) (― kurzum ― immer noch arrogirt sie sich Rechte ―) ―; und wieder, trotzdem wir in Wirklichkeit einer Ansicht, wegen Lili ― bin ich derjenige,― „der versagt“ … Was in diesem Fall ein „Nichtversagen“ wäre ― weiss sie natürlich nicht zu sagen ― Die Complicirtheit meiner Existenz immer schwerer erträglich.