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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 9. Juni 1927, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1927-06-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-16A6-0.

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Chronik

Donnerstag, 9. 6. 1927

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Donnerstag, 9. Juni 1927

9/6 Dictirt Briefe, alte Tgb.―

Um 6 Nm. zur Bahn. Lili und Olga kommen von Karlsbad an, beide, besonders Lili sehr gut aussehend. Nachdem O. ihr Gepäck in der Pension (Peter) abgegeben, zu uns.― O. von dem Unglücksfall sehr erschüttert;― viel über V., wie sie, Olga, nach einer Periode des Mißtrauens, wieder sehr gut mit ihr gestanden; ihre Hilfsbereitschaft und Güte. Sie (V.) hätte ihr (erst vor kurzem) gesagt: („bei all ihrer Freundschaft“ zu mir) „sie habe sie nie verrathen“. Bei Halbwahrheiten kommt es eigentlich nur darauf an, dass man sie sich selber glaubt. Und es gibt immer Momente in denen man das Recht dazu hat.

― Ich fuhr noch auf eine halbe Stunde zu L.s (wo R. L.).

Dann zu Hause, O. nachtm. bei uns. Über Karlsbad, Doctor Mayr, die Kur;― Begegnungen mit Siegfr. Strakosch;― Coudenhove und Roland.

Mit Lili sprach ich noch in die Nacht hinein. Es wird schwer sein ohne sie zu leben.