Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 14. Juni 1927, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1927-06-14.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-16AB-B.
14/6 Vm. mit Lili Jaegermayer, die Ausstattung besichtigen, und bei Leinkauf, wegen Spedition.
Zu Tisch O.
Korb mit Rosen von Frau Peritz-Boss. (Schickt mir (unbekannt) seit Jahren zu meinem Geburtstag Rosen; in Breslau lebend;― ihr Bräutigam schrieb mir liebenswürdig, vor Wochen ― ; ich telef. ins Metropole, wo sie, auf der Durchreise nach Aussee abgestiegen ― hat Sonntag geheiratet, und fuhr über Wien,― um mir Rosen zu schicken;― ich hoffe, sag ich ihr, sie und Mann auf der Rückreise zu sehn. Ich erwähne das, weil derartige vollkommen uneigennützige und treue Anhänglichkeit eine höchst seltene Erfahrung.) ―
Nm. Dir. Schroeder;― dem ich die Optionen gekündigt, in Filmsachen.
― Raoul Auernheimer; über Film- und andres geschäftliches ― insbesondre über die Weigerung von Leipzig (und Dresden) mir die Tantiemen für Else Vorlesung zu zahlen, Ravag ähnliche Versuche.― Über seinen Roman („linke und rechte Hand“) über F. S.;― über Lüge und Komoediantismus.―
Allein im Türkenschanzpark spazieren; und ebenso zu Haus genachtm. Melancholien.―