Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 16. Juli 1927, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1927-07-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-16CB-7.
16/7 Kein Telephon, keine Post, keine Bahn.―
Dictirt, insbesondre Romanseiten.―
Die Stadt noch z. Th. abgesperrt, resp. behindert; Revolten gegen Wachtstuben, Ausschreitungen gegen Autofahrer;― durchaus Poebelstreiche ohne Widerhall.
Nm., vor der Trafik ― C. P., die sich von einem Kellner Cobenzl hatte herbegleiten lassen; sie trank bei mir Thee;― mit ihr zu ihrem Sohn, Herbeckstraße;― die neue kleine Wohnung; Garten, meine Möbel, Magda, die junge Frau. In dem Auto, dessen Chauffeur mit rothem Kreuz uns hergebracht, alle nach Grinzing. Von dort brachte uns Miss Pinchot, die Cobenzl wohnt ― die schöne Darstellerin der Nonne im Mirakel, in ihrem Auto selbst chauffirend hinauf. Trotz aller Revolution gab es dort ein paar Leute oder ein paar Dutzend heroben. Wir nachtm. oben; um 9 ging ich mit Karl P. und Magda P. zu Fuss, nahezu 2 Stunden wegen Umwegs, da wir die „Krim“ vermieden, nach Hause, zum Schluss im Gewitter.