Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 21. Jänner 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-01-21.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1788-1.
21/1 Dictirt „Sekundant“, „Wort“.―
O. aus Berlin angekommen, ißt zu Mittag hier. In nicht schlechter Stimmung, durch ihre geschäftl. Erfolge ermutigt. Verhandlung wegen einer Wohnung; und doch froh, wieder (auf kurze Zeit) in Wien zu sein.―
― Nm. in Plänen.―
Mit C. P. Kino (die nackte Lady ― Dagover); dann ich zur Hofrätin. Friedells 50. Geburtstag gefeiert. Jul. Bauer trägt eine Art Bänkel vor, Geyer (Direktor), Aslan, Csokor sprechen;― Friedell erwidert und liest parodistische Festartikel aus den einzelnen Zeitungen vor;― sehr witzig.― Circa 80 Menschen. Frau Seidler und Ellen Petz meine Nachbarinnen. Gespräche über das Mellsche Stück; ich verhehlte so wenig meine Bewunderung für das Werk, wie meinen Widerwillen gegen die geistige Atmosphäre aus der es entstanden ― und in der es verstanden wird.― Um 1 nach Haus.―