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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 13. Mai 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-05-13.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-17F9-2.

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Chronik

Sonntag, 13. 5. 1928

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Brief von Hans Pfitzner an Arthur Schnitzler

1 Br. (Dank f. Bücher, sendet als Gegengabe Noten)

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Sonntag, 13. Mai 1928

13/5 S. Vm. Hermann Kesser (seit 9 Jahren nicht gesehn); fuhren Cobenzl, wo sich das Wetter erhellte, Spazierg. Krapfenwald, Grinzing; sein Entzücken über die Landschaft. Über Wien und die Wiener;― sein Wiesbadner Aufenthalt und tausenderlei Urheberrechtserlebnisse.― Er speiste bei mir, dann Ratschläge zu seinem Vertrag mit Zsolnay.― Er war herzlich und angenehm.―

Später,― wie meist nur mit Zehntellust und -kraft, am „Abenteurer“ weiter.

Z. N. kam C. P.;― es war ein freundlicher ungetrübter Abend.

― Las Dreisers Amerik. Tragoedie; es ist ein außerordentliches, aber doch (besonders am Ende) unerträgliches Buch.

― Begann dann noch der Frau Gosewisch Roman „Querstraßen“ zu lesen (den sie mir „mit hellen und dunkeln Grüßen“ geschickt); er scheint dilettantisch, affectirt, wohl nicht ohne Begabung. Wäre weiblicher Charme nur nicht ein allzu mildernder Umstand.