Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 27. Mai 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-05-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1807-2.

Download

Chronik

Sonntag, 27. 5. 1928

Aufenthaltsorte
Pollaczek: Schnitzler und ich
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kino

Schnitzler und Pollaczek sehen „Die Vielgeliebte“ („Brautnacht mit Hindernissen“, Originaltitel „The Gay Deceiver“), 27. Mai 1928

Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.

Weiteres

Sonntag, 27. Mai 1928

27/5 Pfingstsonntag. Mit Frau Klimbacher besprochen, dass sie Herbst mein Haus verläßt. Sie war ein wenig darauf gefasst gewesen, fand selbst dass ich eine Hausdame nicht brauche, will keine Stelle mehr annehmen, da sie eine bessere nicht fände; und überdies (Pensionen staatlich und privat) sichergestellt ist.―

Dr. Goldstein (Kattowitz); bringt mir seinen jungen Freund Erich Ebermayer mit, dessen Kaspar Hauser vorgestern hier (Rmdth.) gepielt wurde. Sympathischer frischer Mensch.― Viel über Entstehung „Therese“.―

Zu Richard und Paula. Gabriel schon in seiner Wohnung, in 14 Tagen arbeitsfähig, neuer „großer“ (Film)Contract.― Richard sagte mir sehr liebes über „Therese“.―

Nm. Zeitung gelesen etc.―

Burgth. ― die zugesagten Sitze Gneisenau nicht da (ich war angeblich telef. nicht zu erreichen).― Mit C. P. Kino (der „vielgeliebte“);― dann (am farbig leuchtenden Schwarzenbergbrunnen vorbei) Rest. Opera genachtm.―

Daheim noch gelesen Liepmann, Weltschöpfung etc.;― Paléologue, Tagebücher;― Caliban von Zweig; Lawrence, Aufstand Arabien.― Dann ein Reclambüchel von 1915 „Unsre feldgrauen Helden“, Tagebuch eines Grenadiers. Welche viehische Dummheit und Roheit,― in Gefühlssauce und mit Garnirung von Vaterlandsliebe, Frömmigkeit und Kaisertreue.―