Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 6. Juni 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-06-06.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1811-6.
6/6 Vm. Besorgungen.― B. Credit; Besprechung mit Dir. Gotthilf. Kassenscheine etc.―
Bei Hofr. Eisenmenger, wegen ihrer Übersetzung der Contracte Curtis Brown und Schuster Simon.―
― Bei Jul. zu Tisch.― Mit Annie und Bräutigam über ihre proj. Reise, Dolomiten etc.― Hans, der ordinirt.―
Gegen Abend meine Nichte Böske (Marcus-)Antheil mit ihrem Mann; Amerikaner; Componist, wie ich höre begabt (waren schon vor circa 2 Jahren da);― sie studierte ― Chinesisch (?);― mit ihnen Mr. Pound, Amerikaner, Freund Joyce’s; Lyriker, etwas seltsam anzusehen … (ähnlich Rudolf in Bohème) mit ungeheuerm blauen Kragen;― das Gespräch etwas mühselig, dann anregender. Viel von Joyce, und Ulysses. Ich fragte Antheil, ob er nicht die Walpurgisnacht (im Ulysses) componiren wolle;― er hatte thatsächlich die Absicht einen andern Theil aus dem Ulysses zu veropern.―
Mit C. P. Kino (Lustspiel-Theater) „Ende von Petersburg“; tendenziös sowjetistisch ― im übrigen glänzend ― was hilft alle Wahrheit ― wenn wir nur die Hälfte hören!― (Die albernen Tendenzapplaudirer.) ―
Mit C. P. Eisvogel soupirt.―