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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 6. August 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-08-06.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-184E-3.

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Chronik

Montag, 6. 8. 1928

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Montag, 6. August 1928

6/8 Dictirt Tgb. Lili („kleines Tgb. 1928“).

Nm. las ich ein Lili Tgb. 23. Backfischhaft, immer verliebt (Schauspieler Kino;― Schott, Moissi, Klöpfer, Gebühr, Duschinsky) um wie viel geistiger war sie in Wirklichkeit schon damals als in jenen Blättern herauskommt.

― Mit O. ein wesentliches Gespräch, in dem sich der erwartete Conflict bedrohlich ankündigte. Sie will, kann mich nicht allein lassen, will die Berl. Wohnung aufgeben;― sie hab nichts als mich … ― Ich sage ihr, das ende mit einer Katastrophe für C. P.;― sie sieht das an, wie Erpressung von C. P. Seite;― ich erkläre ihr, dass C. P. sich im Gegentheil wunderbar benehme; und wahrhaft unglücklich sei;― dabei die schwächere, und meine Verpflichtung abgesehn von allem die größere … Also beide unentbehrlich u. s. w.― Nach schwerer Discussion ― ihr Wunsch mit ihr zu sprechen;― ich sehe darin nichts aussichtsvolles.―

Ditta Schneider.―

Später Gisa, aus Altaussee;― ich spreche lang mit ihr allein; über Lili, und auch über die neu geschaffene Situation.―

N. d. N. lang mit Heini und Arnoldo. Immer wieder das gleiche ― als wäre noch etwas zu aendern. Und immer schlimmer die Qual.