Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 30. November 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-11-30.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-18C2-E.
30/11 Früh bei C. P.
Besorgungen Stadt.―
Bei Hajeks zu Tisch.― Gisa erzählt mir über Margot, die beiden Kinder, Familienverhältnisse ― und stellt sich eine Gerichtsverhandlung kinomäßig vor, in der die Schwiegermutter den zweiten Mann niederknallt.―
Abend (mit Helene) Lili Kraus Concert. Bei allem Talent welch hoffnungsloser Beruf.― Paul Hammerschlag; der wünscht dass ich einen Dank für den scheidenden Operndirector Schalk unterzeichne. (Principielles Nein.)
Mit H. K. im Hopfner.― Der Kellner, der von seinem Dienst in Tetschen 1916 erzählt: wie er im Hauptquartier den Kaiser Wilhelm bediente ― und im Falle Versagens Arrest angedroht erhielt … Übrigens (Volkstimmung) „wir brauchen uns vor’n Anschluss nicht zu fürchten“. Er citirt einen Ausspruch „Anschluss an Europa“.