Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 31. Jänner 1929, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1929-01-31.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1900-8.
31/1 Dictirt Bilanzierungen u. dgl.;― Lilis Tgb. weiter. Jänner 25 u. f.― Hier tritt das pathologische ihres Wesens, das erotisch besessene ― zugleich mit dem kindisch backfischhaften immer stärker hervor. Die Differenz zwischen ihren geistig völlig leeren Notizen und dem klaren, klugen, interessirten Wesen, das sie damals war ― auch von geistiger Anmut; ist unfassbar. Unfassbarer als alles, dass sie nicht mehr da ist, und dass man weiterlebt, und sozusagen [beinah] arbeitet!―
Nm. am Th. R.―
Z. N. Aufricht (Verfasser von Fall Roncière, Schützling Jacob W.s ―) angenehm, klug. Lebenslauf, die schles. Kleinstadt;― Militär, Krankheit;― Schauspielerei, Schriftstellerei.― Methoden der Production. Über „Therese“ u. a.―
Las Spechts Brahmsbuch nicht ohne Ergriffenheit zu Ende.―