Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 29. Mai 1929, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1929-05-29.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1976-4.
29/5 Vm. R. L. (Franzbranntwein-Massage.―)
Dictirt Briefe; und „Zuleima“, das Stück von Lili.―
O. kommt, Alma fuhr im Wagen an ihr vorbei ― ohne Gruss.― Doch nicht ganz verständlich.
Gegen Abend mit O. (die von einer entmutigenden Unterredung mit dem Kunsthändler Lindemann kam) Gespräch, in dem sie ausnehmend vernünftig war; sah ein, dass noch nie ein geschiedner Mann etc…;― sprach wohl über die Leute, die nicht einsähen, dass zwei Menschen, die so zu einander stünden, nicht ganz den Weg zu einander fänden;― habe nach dem Tod Lilis wohl auch eine Weile gedacht … sähe aber jetzt ein;― u. s. w.―
― Nachtmahlten zusammen, Arnoldo sie und ich;― sie begleitet ihn auf die Bahn; er reiste ab; seelisch doch sehr erholt von dem hiesigen Aufenthalt;― O. kam von der Bahn wieder zurück sich was holen.― Ich ordnete Briefe u. dgl.―