Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 7. April 1930, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1930-04-07.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1AAF-3.

Download

Chronik

Montag, 7. 4. 1930

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Traumtagebuch

Traum vom 7. April 1930

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Kino

Schnitzler geht ins Kino, 7. April 1930

Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.

Weiteres

Montag, 7. April 1930

7/4 Traum (sie werden wieder lebhafter).― Auf dem Land,― Hotel?― Wald, Meer in der Nähe.― Zimmer,― in dem meine Mutter (oder O.?),― Heini (oder Julius) und Suz. ― etwas erregtes Gespräch (worüber?) Mutter irgendwie indignirt, dass alle? zugleich Toilette machen, geht;― ich bleibe bei Suz. allein; ihr zärtliches Gesicht. Dann fort, muss vor dem Frühstück Zeitung holen ― Schmale Straße wie ins Dorf;― in der Trafik oder davor fällt mir ein, heut Dinstag, also nur Wiener Montagsblätter oder nichts;― zurück;― habe nicht meinen eignen Stock in der Hand;― vielleicht wird der Besitzer mich für einen Dieb halten;― peinlich,― eil gegens Ufer ― im Frühstückzimmer des Hotels wird gewiss Suz. (jetzt V. L.) sein;― unendliche Sehnsucht schmerzensvoll nach Lili, möchte mit ihr an einem Waldrand liegen;― am fragmentarischen Ufer Wellengang, ein Schiff ― ?,― dann Zimmer, wo Georg Brandes ― (wie viel Todte in diesem Traum) mit niederm Cylinder (Dtg.: im Theater gestern ein Mitspieler mit einem schlecht sitzenden Cylinder) ― 3 (?) andre Herren;― es ist in Holland,― ich muss noch hinab, den Schriftsteller „Lange“ besuchen,― ― drei Häuser platzartig geordnet (etwa der Platz, wo ich in Amsterdam einen Agenten besucht hab),― wo wohnt Lange;― frage einen Greißler, der weiss es nicht … Sonderbar!― ―

Dr. Hoffmann: Steuerfassion etc.―

Dictirt Landsknecht.―

Zu Tisch Stefan Zweig, der hier zur Première seines Stücks „Lamm des Armen“. Ganz gutes Gespräch;― doch ohne letzte (und vorletzte) Aufrichtigkeit.

Um 5 Frau Dr. Menczel;― Dr. Aschner läßt mich ersuchen, ich möge bei meinem Bruder ihn als Nachfolger Fleischmanns (Rothschildspital)! empfehlen (!!) ―

Zu C. P. ― sie kam von einem Thee bei Suz.

Mit C. P. Kino, Hochstapler (Chaplin), dann Hahn soup.―