27/8 Marienbad. Frühstück Kurgarten.― Mit C. P. zu Dr. Kisch. Sie consultirt ihn (ich warte daneben; die stickende Haushälterin). Er diagn. eigentlich nur „dass sie einen Mord begehn könnte“; verordnet Diät.― Mit mir über mich nur wenig;― keine Kur,― nur „Ruhe“.―
Spazierg. mit C. P. Waldmühle, Maxthal.―
Mittag mit ihr Winterling.
Nm. (in dem zu heißen Zimmer) gelesen;― „Oberstabsarzt“ und „Sängerin“ durchgesehn ― welche Analogien,― nicht nur unter einander.
Mit C. P. Kino „der Mädchenhirt“, mit ihr Teplerhaus genachtm.
ACDH
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Schnitzler und Pollaczek sehen „Dunkle Existenzen“ („Der Mädchenhirt“, „Pasák holek“) in Marienbad, 27. August 1930
Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.
Hedy Kempny, Tagebucheintrag vom 27. August 1930
Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)