Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 24. Oktober 1930, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1930-10-24.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1B77-1.
24/10 Vm. Sonja Rappaport-Szeniczey (nach Jahren); lebt in Paris, ist in Scheidung;― journalistisch thätig. Erinnerungen an Stephi, Mimi, Semmering.
Creditanstalt (Lassner), u. a.
Bei Gisa’ zu Tisch.
Nm. las ich Suz. Stück nach fast 2 Jahren wieder;― nichts damit zu machen.―
Um 6 Bubi B.-H.; erzählt mir von dem widerlichen Schwindler Czinner,― Elisab. B. (Hörigkeit ― oder „Verbrecherpaar“ ―); Erfahrung mit der Filmarbeit;― Bubi fährt in wenigen Tagen nach N. Y.; ist sehr aufgeschlossen, herzlich, klug;― doch nicht „wahr“, und kaum völlig normal. Will auch in meinen Angelegenheiten mit Schuster Simon sprechen, sich wegen Film etc. bemühn.
Um 7 Suz.; die mir ihre Eindrücke „Wahnnovelle“ (nach etlichen telef. Gesprächen) berichtet;― sehr für Herausgabe, und „erschüttert“.― Einfälle zu ihrem Roman.―
― Begleite sie nach Haus, nachtm. dann allein zu Haus bei mir.
Beginne nach dem Nachtm. Wahn (nach 13 Jahren fast) zu lesen; gespannt, aber ohne Sympathie.―