Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 25. Februar 1884, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1884-02-25.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-DEB4-0.
25/2 Faschingmontag Mg.― Gestern war ich mit Jacques, diesem guten, aber öden Kerl bei Fr…, um Gisela persönlich zu ihrer Verlobung zu gratuliren. Sie war reizend wie immer ― fast aber wollte mir ihre Schwester Mela, eine 16jährige Vollblutjüdin noch besser gefallen ― Ich gab Gisela ein Veilchenbouquet… „Die Blumen sind ja beinahe welk“ sagte sie.― Verwelkt ― gab ich affectirt romantisch zur Antwort ― wie Ihre Liebe zu mir. Sie flüsterte mir zu, dem sei durchaus nicht so…
März